28.8.06

Einfach zu gut ist der Boden hier ...



... nicht sandig genug, damit die Heidelbeeren sich wohl fühlen. So finden sich zwar Veilchen am Waldrand, Heide und Heidelbeeren sucht einer jedoch vergebens. Und auch der Versuch, eine Kulturheidelbeere im Garten heimisch werden zu lassen, nahm ein eher kümmerliches Ende ...

Wie gut, daß sie seit einigen Tagen reichlich im Handel zu bekommen sind.

Und als Bildergruß zum langsamen Einläuten des Spätsommers haben sie auch hier ihren Platz. Die Postkartensammlung des Gärtners liebt solche Motive. So gesehen ist sie ein Garten ganz eigener Art.

27.8.06

Mirakel der Naturgewalten ...



"Der Fungus wächst, der Regen rauscht - Mirakel der Naturgewalten - ich hab es oft und gern belauscht ... so oder so ähnlich heißt es bei H. C. Artmann, und ich wüsste nicht, wie sich spätsommerliche Regentage besser in Worte fassen lassen ... Wie gehabt, dieses Jahr hat die Sonne ihr Soll übererfüllt und dunkle Wolken waren Mangelware. Erst seit Mitte August gibt sich hin und wieder ein Tiefdruckgebiet die Ehre. Das sorgt – zum Gück meist in den Nachtstunden – für den einen oder anderen recht kräftigen Regen. Beinahe besichtigen lässt sich, wie Blühen, Wachsen und Gedeihen wieder einsetzen. Rasen und Beete genießen die Regenkur und beleben sich aufs Neue. Sattes Grün leuchtet, wo noch vor zwei Wochen die Farbskala des Verdorrens besichtigt werden konnte.

So auch im Wald. Dort hat die Kombination aus Durchfeuchtung und sommerwarmen Nächten außerdem große Mengen von Pilzen aus dem Boden gelockt. Viele werden die Bilder im Hinterkopf tragen, wie es plötzlich in der Wüste blüht und grünt, wenn es alle Jahre ein Mal regnet. Eine Idee von „Die Wüste lebt“ oder „Grüße aus den Subtropen“ bekommt auch, wer sich dieser Tage Pfade bahnt durch das Dickicht vorpommerscher Buchenwälder. Alle paar Schritte springt ein kleiner Froschlurch – Unken? – durch das Bild, und wo die Sonne den Waldboden bestrahlen und erwärmen kann, da dampft und wabert es.

Vielfach stehen die Pilze nicht, sondern sie liegen da wie abgebrochen. Wofür nicht die Füße oder Hände anderer Pilzsammler verantwortlich sind, sondern – diese Erklärung drängt sich auf – überschnelles Wachstum: der Pilzfuß kann den Pilzhut nicht tragen, die Basis ist zu schwach, den Überbau stabil zu halten …

Nachdem der Nachbar die Steinpilze körbeweise aus dem Wald getragen hat, ist gestern auch der Gärtner in die Pilze gegangen. Der Gärtnerin hat es geschmeckt. Mit weiteren Gängen darf gerechnet werden …

13.8.06

Herr, der Sommer ist sehr groß ...


Soll heißen: Vorpommern hat sich in diesem Jahr als Deutschlands Sonnenecke Nr. 1 erwiesen. Das freut zwar die Urlauber sehr, wirft die Gärtnerstirn mitunter jedoch schwer in Falten. Ein Gutteil der im Garten beheimateten Gewächse ist doch auf gelegentliches Beregnen ausgelegt, und der Kunstregen mittels Wasserschlauch kann die natürliche Feuchte schlechterdings kaum ersetzen. So trägt der Stachelbeerstrauch dieses Jahr Rosinen. Modern betrachtet leiden die Pflanzen unter Streß. Was ihre Widerstandskraft in Mitleidenschaft zieht und den Quälgeistern ihr Tun erleichtert. So sind selbst Sonnenblumen nicht dagegen gefeit, in die Knie zu gehen. Das geht dann doch zu Herzen, wenn eine hochgewachsene Schönheit einknickt, weil irgendwer den Saft für die höher gelegenen Pflanzenteile über Nacht abdreht oder kneift ...

9.8.06

Die Freudenspenderin im Bild:



Nicht ohne den ergänzenden Hinweis, daß teils auch die Bezeichnung "Rotborstige Himbeere" Verwendung findet.

Ich weiß, welchen Namen ich schöner finde.

8.8.06

Freude macht dem Gärtner ...

... in diesem Sommer die japanische Weinbeere, botanisch Rubus phoenicolasius, weil sie seit gut zwei Wochen reichlich Beeren trägt, die sich als Marmelade vorzüglich verwerten lassen.

Nicht zuletzt durch die hübschen Fruchtstände handelt es sich auch um eine Augenweide.

Eigentümlich ist eine gewisse Klebrigkeit der Beerenfrüchte, die nicht unangenehm aber doch merklich ist. Vorstellbar, daß dies der Vermehrung durch Verschleppen dienlich ist. Andererseits sind die "Beeren" so robust, daß sie es nicht übelnehmen, werden sie nach dem Pflücken nicht umgehend verarbeitet sondern zunächst 1-2 Tage sich selbst überlassen.

Den vorigen, nicht endenwollenden und auch klirrend kalten Winter hat die Pflanze ganz gegen ihre generelle Charakterisierung bestens gemeistert und mausert sich jetzt zum veritablen Strauch, der eigentlich gut durch Absenker zu vermehren wäre.

In den vergangenen zwei Jahren war wohl weniger die Kälte das Problem, sondern ein erhöhter Feuchtigkeitsbedarf während des ersten starken Wachstums im Frühjahr.

Vielleicht - wenn Gärtnerin und Gärtner die Zeit dafür finden - wird noch eine Hecke daraus ... der Platz wäre das Problem nicht.

7.8.06

Endlich ist der Raps ...


... rund um den Garten gedroschen worden.

Was sich wie eine Mauer um das Grundstück gezogen hat,
liegt jetzt als Stoppelfeld da.

Der Wald lockt, zu Fuß sind es jetzt fünf Minuten ...


6.8.06

Aus eigenem Garten ...



(letztjährig) grüßen diese Exemplare ...

5.8.06

Dies auch als Gruß


an das Schwesterherz, das den Weg in das Land der Blogger sogar noch vor mir gefunden hat. (...)

Und mit etwas Glück ...


... kann die oder der eine oder andere hier etwas Honig saugen.


Tasten ...

... vielleicht wächst, blüht und gedeiht die Chose ja ~